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1 Jahr sprungbrett into work

Der Berufsorientierungs-Erlebnistag für junge Geflüchtete und Zugewanderte

Am 18. Juli 2017 feierte sprungbrett into work, die Online-Praktikumsbörse für junge Geflüchtete und Zugewanderte in Bayern, mit einem Berufsorientierungs-Erlebnistag im Münchner Freiheiz einjähriges Jubiläum.

Rund 250 geflüchtete und zugewanderte Jugendliche aus Berufsintegrations- und Übergangsklassen verschiedener Münchner Schulen hatten sich angemeldet, um vor Ort an Unternehmens-Erlebnisstationen verschiedene Berufe hautnah zu erleben und auszuprobieren.

Erlebnisstationen zum Mitmachen

Die jungen Zugwanderten konnten verschiedene Ausbildungsberufe, wie etwa aus der Metall- und Elektroindustrie, dem Hotel- und Gastronomiegewerbe oder dem Garten- und Landschaftsbau, kennenlernen und ihr Geschick beim Holz Sägen, Löten, Tisch Eindecken oder Eistee Zubereiten erproben.

In Workshops erhielten sie außerdem Informationen rund um die Themen Praktikum und Bewerbung und wurden angeleitet ihre Stärken zu entdecken. Für gute Stimmung bei den Jugendlichen sorgte zu Beginn und in den Pausen die „Refugee Rap Squad“, eine Hip Hop-Gruppe, die sich aus Geflüchteten aus Syrien, Afghanistan und dem Senegal zusammensetzt.

Besonders bedanken möchten wir uns an dieser Stelle noch einmal bei allen Unternehmen, die mitgemacht haben:

  • Bayerische Staatsforsten AöR

  • Berufliche Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz)

  • HANS IM GLÜCK Franchise GmbH

  • Landeshauptstadt München

  • MAN Truck & Bus AG

  • Rilano Hotel München

  • SCHULEWIRTSCHAFT Bayern

  • Stingl GmbH

  • The Westin Grand Hotel München

  • Tür an Tür - Digital Factory gGmbH

  • Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern e. V.

Workshopunterlagen

Die Bedeutung der bayernweiten Plattform sprungbrett into work – ein bundesweit einzigartiges Projekt

Die Veranstaltung richtete sich neben den Jugendlichen auch an Unternehmensvertreter und Flüchtlingshelfer. Im Rahmen einer Gesprächsrunde diskutierten Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V., und Dr. Sabine Jarothe, Abteilungsleiterin Wirtschaftspolitik, Strategie und Kommunikation des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, gemeinsam mit dem aus Syrien geflüchteten 17-jährigen Schüler und ehemaligen Praktikanten Sulaiman über die Bedeutung von Berufsorientierung für junge Geflüchtete und Zugewanderte.

Bertram Brossardt hob die Vorreiterrolle hervor, die die bayerische Wirtschaft beim Thema „Integration durch Teilhabe an Arbeit“ spiele. Nirgendwo sonst in Deutschland seien seit 2015 so viele Zugwanderte in Beschäftigung gebracht worden. Dies gelte auch für Praktika, wobei er die Vermittlungsleistung der bayernweiten Online-Praktikumsbörse sprungbrett into work, die sich ausschließlich an junge Geflüchtete und Unternehmen richtet, besonders erwähnte. Die Bedeutung der Existenz einer solchen Online-Plattform für das Zusammenfinden der jungen Flüchtlinge und der Betriebe betonte auch Dr. Sabine Jarothe und wies darauf hin, dass diese in Deutschland einzigartig sei.

Erfolgsgeschichten: Von der Ankunft in Deutschland bis zur Leitungsfunktion im Biomarkt

Auch Erfolgsgeschichten, die zeigen, welche bedeutende Rolle Praktika auf dem Weg zu erfolgreicher Integration spielen können, wurden auf der Veranstaltung vorgestellt. So etwa die von Jawad aus Afghanistan: Als der damals 16-jährige Flüchtling 2006 in Deutschland ankam, war es ein Praktikum bei einem Münchner Biomarkt, das seinen weiteren Lebensweg bestimmen sollte. Danach konnte er eine Ausbildung antreten und ist nun, zehn Jahre später, stellvertretender Filialleiter.

Jubiläum als Auftakt für bayernweite Veranstaltungsreihe zur Berufsorientierung

Die Jubiläumsveranstaltung im Münchner Freiheiz bildete den Auftakt für eine Veranstaltungsreihe zur interkulturellen Berufsorientierungfür UnternehmensvertreterInnen, junge Geflüchtete und MultiplikatorInnendie in den kommenden Monaten unter anderem auch nach Augsburg, Bayreuth und Passau führen wird.

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